Bild des Vaters
Jurij Brězan
Im vorliegenden Roman einigt sich der alte Mann Tobias Hawk, ein katholischer Sorbe, mit sich selbst auf eine Lebensfrist von acht vollen Tagen. Er stirbt in der letzten Minute des zehnten Tages. In diesen zehn Tagen lebt er sein Leben noch einmal, in Fünfsätzegeschichten, Begegnungen, Gesten, in Ja und Nein und auch im Nichterinnern. Er gräbt, sein Leben überdenkend, weder nach Schuld noch nach Guthaben; er weiss, dass er jene nicht mehr begleichen, dieses nicht mehr gewinnbringend anlegen kann. Reue und Triumpf - beides wäre selbstgerechte Unwahrheit... Jurij Brězan (1916-2006) ist der bedeutendste sorbische Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, dessen Bücher in 25 Sprachen übersetzt wurden.
ISBN: 3-7420-1573-7
1. Auflage. - Domowina Verlag Bautzen 1994 - 225. - aus dem Obersorbischen übersetzt von Jurij Brězan
Festeinband: 6,90

